Mittwoch, 26. Oktober 2016

Vereinbarkeit in Zahlen – Heute: Von A wie „Alternde Belegschaft“ bis Z wie „Zukunft Personal 2016“



Der Stand der berufundfamilie Service GmbH auf der Zukunft Personal 2016 (©berufundfamilie Service GmbH)


 

Alternde Belegschaft


Für 65 % der Beschäftigten ist die Bindung von älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Allerdings denken 51 % der Beschäftigten, dass sich die Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere in den kommenden fünf Jahren verbessern werden.

Randstad, Arbeitsbarometer Q2/2016, Juli 2016
http://www.randstad.de/ueber-randstad/presse-und-aktuelles/pressemitteilungen-und-aktuelles/pm-2016-07-27-wirtschaftsfaktor-demografie-personalstrategien-fur-altere-mitarbeiter-fehlen-1.633216



Betriebsklima


Für 62 % der Europäer ist das Betriebsklima entscheidend dafür, ob sie einen Job annehmen oder nicht.

Die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerinnen finden zu 59,8 % das Betriebsklima ausschlaggebend. Für 57 % ist das Interesse an der Tätigkeit, für 53,9 % eine angemessene Entlohnung und für 44,6 % die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wichtig.

Marketagent.com, Betriebsklima, Oktober 2016
http://www.wuv.de/karriere_job/betriebsklima_schlaegt_gehaltsscheck




Virtuelle Arbeitsplätze


Die Hälfte der Unternehmen in Deutschland plant bis Ende 2017, virtuelle Arbeitsplätze aus der Public Cloud bereitzustellen.

55 % der Arbeitgeber halten die Sicherheit in den kommenden zwei Jahren für die wichtigste Anforderung in der Unternehmens-IT. Am zweitwichtigsten finden sie mit 35 % das Thema Modernisierung des Arbeitsplatzes.

IT-Analyseunternehmen IDC, Advanced Workplace Strategies in Deutschland 2016, Juli 2016
http://idc.de/de/ueber-idc/press-center/63983-idc-studie-jedes-zweite-unternehmen-in-deutschland-will-2017-virtuelle-it-arbeitsplatze-aus-der-public-cloud-bereitstellen




Wechselwunsch


Derzeit möchten 34 % der Beschäftigten ihren Arbeitgeber verlassen. Am unzufriedensten sind sie vor allem mit ihrer Work-Life-Balance. Im weltweiten Durchschnitt liegt der Wechselwunsch bei 42 %.

CEB, Global Talent Monitor 2016, September 2016
https://www.cebglobal.com/top-insights/global-talent-monitor/germany.html?referrerTitle=Germany%20Talent%20Trends&referrerContentType=indexpage&referrerComponentName=External%20List%20-%20Temporary




Zukunft Personal 2016


Mit 732 Ausstellern verzeichnete die diesjährige Messe Zukunft Personal (vom 18. bis 20.10.2016 in der Kölnmesse) einen Ausstellerrekord.

Mit 16.940 Personalverantwortlichen, Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Personalabteilungen kamen 11 % mehr Besucher als im Vorjahr.


Familienbewusstsein ins Bild gesetzt (©berufundfamilie Service GmbH)
Entsprechend gut frequentiert war auch der Stand der berufundfamilie Service GmbH. Hier konnten sich die Interessierten nicht nur inhaltlich ein Bild von einer zukunftsfähigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik machen. Dank Tuncay Erol erhielten sie zudem ihre ganz persönliche Karikatur.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Weltkindertag: Kinderleichtes Familienbewusstsein?


Zeit für Beruf und Zeit fürs Kind finden
(©berufundfamilie Service GmbH, Marcel Coker)
Heute ist Weltkindertag. Unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ rufen die Initiatoren in Deutschland, das Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland, dazu auf, die In­te­ressen, Rechte und Bedürfnisse von Kin­dern in das Zentrum von Politik und Gesellschaft zu stellen.

Die Interessen von Beschäftigten mit Kindern unterstützt die berufundfamilie seit ihrer Gründung im Jahr 1998, indem sie Arbeitgeber bei der (Weiter-)Entwicklung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik berät. Auch wenn „Kinderbetreuung“ nicht das allein bestimmende Thema in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ist, so verliert es auch nicht an Aktualität. Insbesondere mit dem Blick auf die steigende Geburtenrate – zumindest ist der alljährliche Rückgang der Geburtenraten nach 35 Jahren erstmals gestoppt – dürften sich Arbeitgeber wieder verstärkt fragen: „Wie können wir Beschäftigte mit Kindern unterstützen und so Fachkräfte an uns binden?“

Die insgesamt über 1.600 Arbeitgeber, die bis heute das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule erfolgreich durchlaufen haben, zeigen, wie kreativ sich diese Fragen beantworten lassen. Die familienbewussten Angebote gehen dabei über die probaten Lösungen wie Arbeitszeitkonten, Teilzeitmodelle und Freistellungen und Rücksichtnahme auf Termine in der Familie weit hinaus.

Systematisch vorgehen, kreativ bleiben

Für Beschäftigte, die einer Bürotätigkeit nachgehen, bietet sich als Notfalllösung bei einigen Arbeitgebern zum Beispiel das Eltern-Kind-Arbeitszimmer. Manche Unternehmen laden sogar zu „Vater-Kind-Wochenenden“ ein, die als Teil des Weiterbildungsprogramms extern begleitet werden.

Apropos „Väter“: Infopakete können werdenden Väter als Orientierungshilfe zu familienbewussten Angeboten und Regelungen im Betrieb dienen – etwa, wenn Sonderurlaub für die Geburt und eine finanzielle Geburtsbeihilfe gewährt wird.

Aber warum nicht auch „Die Mutter des Monats“ küren und damit eine Mitarbeiterin und ihr Engagement in Beruf und Familie ehren?

Frauen und auch Männer erwerben in ihrer Funktion als Mütter bzw. Väter Fähigkeiten, die sich auch im Unternehmen einbringen lassen. Arbeitgeber können diese beruflich relevanten „Elternkompetenzen“ nutzen und im Rahmen von Seminaren für beschäftigte Eltern stärken. So können Zeitmanagement, Verhandlungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen gezielt weiterentwickelt werden.

Beschäftigte, die in Elternzeit gehen, an den Betrieb zu binden, ist oft eine besondere Herausforderung. Angebote wie Möglichkeiten des Qualifikationserhalts während der Auszeit vom Betrieb können sehr zielführend sein. Und auch der fortlaufende Informationsfluss in Form von Übersendung von Rundschreiben, Einladung zu Informations- und Fachveranstaltungen sowie internen Schulungen tragen zur fortlaufenden Identifikation mit dem Arbeitgeber bei. Der Wiedereinstieg wird so erleichtert.

Also: Kinder, das wird schon! Familienbewusste Maßnahmen, die sich an Beschäftigte mit Kindern richten, müssen allerdings systematisch geplant sein. Das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule hilft dabei.