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Dienstag, 3. Mai 2016

Arbeit 4.0 oder die ewige Frage nach mehr Fluch oder mehr Segen

Am 14. April 2016 habe ich an einem spannenden Kongress zum Thema „Arbeit 4.0“ des Demografienetzwerks FrankfurtRheinMain teilgenommen. Neben Prognosen, welche Jobs in den nächsten 10 bis 20 Jahren durch die Digitale Revolution ersetzt werden, ging es auch um Chancen und Risiken für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Einer größeren Flexibilität beispielsweise durch Arbeiten im Home Office stehen die Gefahren der Entgrenzung von Beruf und Privatleben gegenüber. Sicher ist, dass die Anforderungen an Führungskräfte in der digitalen Welt weiter steigen werden. Aber: Das Führen auf Distanz ist erlernbar.

Digitalisierung im Sinne der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik nutzen

Maßnahmen der zeitlichen Flexibilisierung werden heute schon mit Maßnahmen zur räumlichen Flexibilisierung gepaart oder ergänzt. Das zeigt die „Führungsstudie IAO“ der Bertelsmann-Stiftung, für die 2.500 Führungskräfte in zehn deutschen Unternehmen Auskunft gaben. So werden Gleitzeitmodelle und Teilzeitangebote bereits vielfach neben mobilem Arbeiten oder auch projektbezogener Teamzuordnung praktiziert. Mit der Erweiterung der technischen Möglichkeiten ergibt sich die Chance, die Formen des flexiblen Arbeitens auszuweiten. Das zahlt positiv auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ein. Gleichzeitig muss aber eins bedacht werden: Die Unternehmens- und Führungskultur muss sich parallel zur fortschreitenden Technisierung entwickeln können. Denn momentan zeigt sich noch folgender Automatismus: Je zeit- und ortsunabhängiger Beschäftigte arbeiten, umso weniger werden sie als vollwertige Mitarbeiter wahrgenommen. Das hat auch negative Auswirkungen auf ihre Karrierechancen. Unsere Arbeitswelt ist noch stark von der Präsenzkultur geprägt. Das muss und wird sich mit der verstärkten Digitalisierung ändern.  

6. Kongress des Demografienetzwerkes
FrankfurtRheinMain (
© Demografienetzwerk
FrankfurtRheinMain)

Die Charts der Keynote-Vorträge des 6. Kongress des Demografienetzwerkes FrankfurtRheinMain sind im Netz zu finden unter: http://www.demografienetzwerk-frm.de/kongresse/6-demografiekongress-14-04-2016/kongress-nachbericht/

Gerald Maier,
berufundfamilie Service GmbH