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Donnerstag, 22. Juni 2017

Stimmen und Momente der 19. Zertifikatsverleihung



19. Zertifikatsverleihung
© berufundfamilie, Thomas Ruddies/ Christoph Petras

Mit rund 650 Gästen haben wir am 20. Juni 2017 die 19. Zertifikatsverleihung im ehemaligen Premierenkino Kosmos Berlin gefeiert. Vor Ort: 353 familien- und lebensphasenbewusste Arbeitgeber, die insgesamt 677.900 Beschäftigte und 567.200 Studierende repräsentieren.

Wo immer Arbeitgeber, die das Zertifikat der berufundfamilie tragen, zusammenkommen, wird es bunt: Ihre Vertreterinnen und Vertreter sind Geschäftsführer, Dekane, Instituts- und Behördenleitungen, sie sind Führungskräfte und Personalverantwortliche aus unterschiedlichen Bereichen der Organisation. Sie kommen aus kleinen und großen Hochschulen, Institutionen unterschiedlicher Regionen und Unternehmen aller Branchen. Die einen tragen das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule seit einigen Monaten, die anderen schon seit vielen Jahren. Was sie verbindet: Eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

Vereinbarkeit zählt sich für Arbeitgeber aus


„Familienfreundlich zu sein und auf Vereinbarkeitsfragen einzugehen, lohnt sich für jeden Arbeitgeber: Die Motivation der Beschäftigten steigt und die Bindung an das Unternehmen wächst. Ich freue mich, dass dies immer mehr Arbeitgeber erkennen.“, fasst Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley in Ihrer Rede zusammen.

Das Bundesfamilienministerium sowie das Bundeswirtschaftsministerium tragen die Schirmherrschaft für das audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule. Beide Bundesministerien gehen als gutes Beispiel voran und setzen sich als zertifizierte Arbeitgeber für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ein.

Auch Dirk Wiese, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums freut sich über das Engagement der familienbewussten Arbeitgeber.  „Mit der fortschreitenden Digitalisierung bieten sich heute vielfältige Möglichkeiten, die Arbeitswelt für alle Beschäftigten an ihre jeweilige Lebensphase anzupassen. Dies sollten Sie aktiv nutzen.“, empfiehlt Dirk Wiese den Arbeitgebern.

Vereinbarkeitslösungen im Trialog finden


Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH erläutert, Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat sich weiterentwickelt und geht über Kinderbetreuung hinaus. So fragen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihrem Führungskräften vermehrt individuelle Lösungen für ihr Vereinbarkeitsproblem nach. Diese Entwicklung führt Oliver Schmitz auf den Megatrend der Individualisierung und auch auf die Möglichkeiten zurück, die die Digitalisierung erhoffen lässt. Daraus folgt: „Führungskräfte befinden sich in einem wachsenden Spannungsfeld zwischen den betrieblichen, persönlichen und Team-Belangen. Lösungen, die alle Drei zufriedenstellen, lassen sich nur in dem finden, was wir als Vereinbarkeits-Trialog bezeichnen: ein strukturierter und inhaltlich ausgestalteter Aushandlungsprozess, der die Tätigkeit des Beschäftigten und die betrieblichen Erfordernisse in den Blick nimmt, auf die Belange des Beschäftigten zugeschnitten und auf die Bedarfe des Teams abgestimmt ist. Vereinbarkeit funktioniert nur im Trialog.“


Weitere Details zur Veranstaltung:

Bilder zur Veranstaltungen finden Sie hier.  

Eine Liste der Zertifikatsempfänger finden Sie hier.

Eine Statistik zu den Zertifikatsempfängern finden Sie hier

Weitere Stimmen und Momente der Veranstaltung haben unsere Gäste und wir bei Twitter festgehalten. Folgen Sie uns bei Twitter unter @berufundfamilie #personalbewusst. 

Wir freuen uns über Ihr Feedback und Ihre Kontaktaufnahme!

Freitag, 3. März 2017

Vereinbarkeit in Zahlen: Heute in Sachen „A“



Arbeitswelt und Vereinbarkeit: aktuelle Stichwörter und Zahlen (©berufundfamilie Service GmbH)

 

 

Aufteilung der Erwerbsarbeit


4 von 10 Vätern wünschen sich eine (annähernd) egalitäre Aufteilung der Erwerbsarbeit.

BMFSFJ/ WZB, („Betriebliche Gelingensbedingungen einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit“ (Partnerschaftliche Vereinbarkeit – Die Rolle der Betriebe), Januar 2017
https://www.bmfsfj.de/blob/113574/3cd29d24646edd89dd142af44c28e47b/mff-sonderausgabe-vereinbarkeit-data.pdf




Arbeitsplätze öfter unbesetzt


50 % der offenen Stellen bleiben derzeit im technischen Bereich/ Produktion aus Mangel an geeigneten Bewerbern unbesetzt.

EY, Mittelstandsbarometer 2017, Januar 2017
http://www.ey.com/de/de/newsroom/news-releases/ey-20170126-fachkraftemangel-im-mittelstand-spitzt-sich-zu

http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/ey-mittelstandsbarometer-januar-2017/$FILE/ey-mittelstandsbarometer-januar-2017.pdf




Attraktivität des Pflegeberufs


Aufgrund der ungünstigen Lohnbedingungen werden etwa 4 % der Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitsbereich ihren erlernten Beruf aufgeben.

BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen (QuBe-Projekt) „Pflegeberufe“, Februar 2017 https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_59117.php
https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/id/8233




Arbeit in Teilzeit


2 von 3 Müttern arbeiten in Teilzeit.

69,5 % der Frauen sind erwerbtätig. Vor 15 Jahren waren es noch 58,1%.

22,6 % tragen Mütter zum Haushaltseinkommen der Familie bei.

OECD, Dare to Share, Februar 2017
http://www.sueddeutsche.de/karriere/oecd-studie-deutschland-haengt-an-traditionellem-familienmodell-1.3387153




ArbeitnehmerInnen und Unternehmenskultur


Zwei Aspekte sind ArbeitnehmerInnen der Generation X, Generation Y und Generation Z und damit den unter 50jährigen bei der Unternehmenskultur besonders wichtig: Die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln sowie die Förderung von Eigeninitiative.

Universum, Brave new workplace, Februar 2017
https://www.springerprofessional.de/personalentwicklung/recruiting/was-generation-x-y-und-z-vom-job-erwarten/12071166

http://universumglobal.com/genxyz/

Freitag, 16. Dezember 2016

Von drauß‘ von der Arbeit komm ich her. Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!


Vielfältige Möglichkeiten, z. B. Weihnachtsmarkt
auf dem Betriebsgelände (©berufundfamilie Service GmbH)
Der Schokoweihnachtsmann, die Weihnachtsfeier und vielleicht auch noch das Weihnachtsgeld… Viele Arbeitgeber nehmen Weihnachten zum Anlass, mit kleinen oder größeren Goodies Ihren Beschäftigten gegenüber Ihre Wertschätzung auszudrücken.

Die Adventszeit und das Fest der Familie und Freunde eignen sich zudem bestens für Maßnahmen im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Wir haben uns bei Arbeitgebern, die nach dem audit berufundfamilie zertifiziert sind, umgehört und beispielhaft folgende „weihnachtliche“ Aktionen zusammengetragen.

Auch wenn einige Aktivitäten in den Vorjahren stattgefunden haben, beschreiben wir diese hier im Präsenz.

Geld oder Freizeit


Beschäftigte der ERGO Group AG (zertifiziert seit 2009) können ihr Weihnachtsgeld in Freizeit umwandeln und dieses in Tagen oder Stunden oder als Verlängerung der Urlaubszeit nutzen.

Zeit mit Kindern


Der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern, der seit 2012 zertifiziert ist, veranstaltet am Standort Oberursel seit über 30 Jahren jährlich eine Kinderweihnachtsfeier. Jedes Mitarbeiterkind erhält ein altersgemäßes Weihnachtsgeschenk. Darüber hinaus gibt es auf dem Betriebsgelände ein jährlich wechselndes Weihnachtsprogramm. Die Kinder können hier gemeinsam mit den Eltern den Nachmittag verbringen.

Bei der APRIL Deutschland AG (zertifiziert seit 2008) gibt es einen so genannten Skitag, an dem nicht nur die Beschäftigten, sondern auch deren Partnerinnen und Partner sowie Kinder teilnehmen können.

Der Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen, der seit 2012 das Zertifikat zum audit berufundfamilie trägt, versüßt dem Mitarbeiternachwuchs die Wartezeit auf das Christkind mit einem Weihnachtstheater.

Andere beschenken

Die in diesem Jahr erstmals zertifizierte Kao Germany GmbH, Guhl Ikebana GmbH und Kao Manufacturing Germany GmbH lässt mit ihrer Christbaumkugel-Aktion überwiegend sozial benachteiligten Kindern der Grundschule in Darmstadt-Eberstadt, Weihnachtsgeschenke zukommen.

Hierzu können die Kinder in den Klassen Christbaumkugeln aus Papier basteln und mit ihrem Wunsch, ihrem Namen und der Angabe zur Klasse versehen. Die Kugeln werden an einen Christbaum in der Kantine gehängt. Jede/r Mitarbeiter/in kann sich eine oder mehrere Kugeln abmachen, das Geschenk kaufen und es dem Charity-Team verpackt übergeben. Das Charity-Team übernimmt dann gemeinsam mit einem Weihnachtsmann kurz vor Weihnachten die Verteilung der Geschenke in der Schule.

Ähnlich angelegt ist die Wunschbaum-Initiative der Abteilung KundenserviceCenter der Kreissparkasse Augsburg (zertifiziert seit 2008). Der Baum wird mit Zetteln behängt, auf denen Wünsche von Kindern des Bunten Kreises – schwerkranke Kinder, die im Krankenhaus betreut werden – notiert sind. Die Beschäftigten wählen Zettel aus und besorgen die Geschenke.


Silke Güttler
Unternehmenskommunikation