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Mittwoch, 3. Mai 2017

Vereinbarkeit in Zahlen: Frauen / Mütter in der Arbeitswelt


Vereinbarkeit und Arbeitswelt: Aktuelle Zahlen und Stichwörter (©berufundfamilie Service GmbH)



Karrierewünsche von Frauen


56 % der Frauen streben nach den ersten Karriereschritten eine Führungsposition an. Bei den Männern sind es 64 %.

Bain & Company / LinkedIN, Charting the Course: Getting Women to the Top, April 2017



Wunscharbeitszeit von Müttern


28 Stunden möchten Frauen zwischen 18 und 60 Jahren durchschnittlich arbeiten.

22 Stunden möchten Mütter mit Partner und Kindern zwischen 3 und 6 Jahren tätig sein.

30 Stunden möchten hingegen alleinerziehende Mütter arbeiten.  

IAB, 5. Welle des Panels „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS 2011)“, April 2017




Einfluss der Ganztagesbetreuung auf die Arbeitszeit


Von 1 % auf 22 % stieg von 2002 bis 2012 der Anteil der Grundschulkinder, die eine Ganztagsschule besuchen. Jedoch hat der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen die Berufstätigkeit von Müttern nicht erkennbar befördert.

 

RWI Essen, The Effects of After-School Programs on Maternal Employment, März 2017




Schlechtes Gewissen


46 % der arbeitenden Mütter hat ständig ein schlechtes Gewissen, Familie, Partner und Freunde zu vernachlässigen.

Procter & Gamble / heingold Institut, Working Mom Studie, April 2017



Geburtenrate bei Akademikerinnen


Eine Studie unter 12.000 Frauen aus vier europäischen Ländern ergab: Die Geburtenrate bei Akademikerinnen lag über dem Durchschnitt des jeweiligen Herkunftslandes.

Vienna Demographic Institute, Geburtenrate bei Frauen, April 2017





Mittwoch, 25. Januar 2017

Stark: Empowerment als Lösungsansatz für mehr Chancengleichheit von Frauen in Unternehmen


Beitrag von
Dr. Brigitte Waffenschmidt, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH

Seit geraumer Zeit begegnet mir bei meiner Beratungs- und Lehrtätigkeit vermehrt der Begriff „Empowerment“. Er tauchte zum ersten Mal im Zusammenhang der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2008 auf. Denn durch das Versagen der Finanzmärkte war die Zahl der absolut armen Menschen rasant angestiegen. Betroffen waren und sind – wieder einmal – in erster Linie Frauen, insbesondere in den Ländern der Dritten Welt. Als strategischer Lösungsansatz für mehr Chancengleichheit für Frauen in Entwicklungsländern wurden „Empowerment-Konzepte“ vorgestellt, die an die Stelle der herkömmlichen Entwicklungshilfe treten sollten.

Weibliche Eigenkompetenz

Aus diesem Ursprung wurde „Empowerment“, das heute am treffendsten mit „Eigenkompetenz“ übersetzt werden könnte, zu einem Fachbegriff für strategisches Management, bei dem es um die selbstbewusste Durchsetzung und Verwirklichung von spezifischen Fraueninteressen und ‑gesichtspunkten in Unternehmen geht.

Auf mich kommen in zunehmendem Maße Führungskräfte und Personalleiter mit der Frage zu, ob und wie Empowerment als Instrument anzuwenden sei, um ein Umdenken zu der Frage anzustoßen, wie spezifisch weibliche Talente und Potentiale erkannt und gestärkt werden können.

Erfahrung aus dem audit berufundfamilie

Aus meiner Erfahrung ist eine unterstützende Unternehmenskultur die Grundvoraussetzung für gelebtes „Empowerment“. Dazu gehören die Maßnahmen der lebensphasenbewussten Personalpolitik aus den acht Handlungsfeldern des audit berufundfamilie, die Frauen ermutigen und bewegen, eigene Führungsvisionen selbst aktiv zu gestalten. Hierzu gehören aber auch die Erkenntnis und deren Umsetzung, dass Problemlösungen nicht nur im Nacheifern von Männern zu sehen sind, sondern aus eigenen Potentialen entwickelt werden können.

Auf meinem Bildungs- und Berufsweg habe ich mit Empowerment beste Erfahrungen gemacht bis hin zu der Erkenntnis, dass sich die beruflichen Anforderungen und ein ausgeprägtes Familienleben nicht konkurrierend gegenüberstehen müssen, sondern dass die zu versorgende Familie eine der Energiequellen beruflichen Fortkommens sein kann, wenn sie als Bereicherung und nicht als Belastung empfunden wird.


(©privat)
Dr. Brigitte Waffenschmidt ist Personal- und Organisationsberaterin, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH und Dozentin am Campus M21 in Nürnberg. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder im Grundschulalter.

Dienstag, 26. Juli 2016

Vereinbarkeit in Zahlen: Von A wie Arbeitsbelastung bis Z wie Zuverdienst



Zahlen, Daten und Fakten rund um die vielfältige Arbeitswelt (©berufundfamilie gGmbH)


Arbeitsbelastung

80 % der Beschäftigten empfinden mindestens eine Arbeitsbedingung als belastend: Termindruck/ Multitasking (60 %), Informationsflut (30 %), körperliche Anstrengung oder unangenehme Umgebungsbedingungen (40 %) wie Hitze, Kälte oder Lärm.

Da Beschäftigte bei Angeboten zum Gesundheitsschutz, Qualifizierungsangeboten oder regelmäßigen Mitarbeitergesprächen zufriedener und engagierter sind sowie seltener über einen Arbeitgeberwechsel nachdenken, bieten 80 % der Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen an.

Linked Personnel Panel (LPP) in Verbindung mit dem IAB-Betriebspanel, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Juli 2016
http://doku.iab.de/kurzber/2016/kb1616.pdf



Überstunden

3,21 Überstunden leisten Beschäftigte durchschnittlich pro Woche in Deutschland.

Führungskräfte und hoch qualifizierte Fachkräfte mit einem Einkommen von mehr als 120.000 Euro pro Jahr legen drauf: Sie arbeiteten fast 10 Stunden pro Woche zusätzlich.

Arbeitszeitmonitor 2016, Compensation Partner, Mai 2016
https://www.compensation-partner.de/images/content/mitteilungen/arbeitszeitmonitor2016-mitteilung.pdf



Junge Frauen

Nur 10% der jungen Frauen sieht die Gleichstellung von Männern und Frauen voll und ganz realisiert.

Junge Frauen beklagen zudem eine mangelnde Familienbewusstsein: Hinsichtlich der Arbeitszeiten wünschen sie sich mehr Flexibilität: Die ideale Arbeitszeit der jungen Frauen ab 30 Jahren liegt zwischen 30 und 35 Wochenstunden.

„Was junge Frauen wollen“, Friedrich-Ebert-Stiftung, Juli 2016
http://library.fes.de/pdf-files/dialog/12633.pdf



Vorstandsfrauen

Lediglich in 23 % der börsennotierten Unternehmen sitzt wenigstens eine Frau im Vorstand. 43 Frauen stehen in den 160 Dax-, MDax-, SDax- und TecDax-Vorständen 627 Männern gegenüber. Nur knapp 4 % bringen es auf zwei Frauen im Vorstand – das sind 6 DAX-Unternehmen.

Mixed Leadership Barometer 2016, Ernest & Young, Juli 2016
http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-Mixed-Leadership-Barometer-Juli-2016/$FILE/EY-Mixed-Leadership-Barometer-Juli-2016.pdf

Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der öffentlichen Kindertagespflege ist von 2015 auf 2016 um 3,7 % (auf 721.000) Kinder gestiegen.

85,1 % der Eltern nutzen derzeit die Tagesbetreuung in Einrichtungen.

„Kindertagesbetreuung“, Statistisches Bundesamt, Juli 2016
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/07/PD16_256_225.html


Zuverdienst

Der Anteil der erwerbstätigen Menschen zwischen 55 und 64 Jahren liegt in Deutschland aktuell bei 66 %. Bei den über 65-Jährigen sind 6 % noch erwerbstätig – mit steigender Tendenz. Für 61 % von ihnen ist das Einkommen ein Zuverdienst zur Rente oder dem Vermögen.

51% der ab 65-Jährigen investiert mindestens 3 Stunden pro Woche in ein gesellschaftliches Engagement – so viel Zeit wie keine andere Altersgruppe.

„Ältere Menschen in Deutschland und der EU“, Statistisches Bundesamt, Juli 2016
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/BlickpunktAeltereMenschen1021221119004.pdf?__blob=publicationFile
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Aeltere-Menschen-Deutschland-EU,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf