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Donnerstag, 10. November 2016

Mari kümmert sich – Wie eine App die öffentliche Kinderbetreuung ergänzen kann


Spätestens um 17 Uhr ist in der Regel Schluss mit lustig in öffentlichen Kinderbetreuungs-einrichtungen. Eltern, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, stehen damit häufig vor einem echten Problem. Wird es mal länger auf der Arbeit oder kippt das geplante Abholszenario – die/der Partner/in kann die Tochter oder den Sohn nicht von der Krippe abholen –, ist Stress vorprogrammiert.

Familienbewusstes Tool


Den will das Softwareunternehmen INOSOFT Müttern und Vätern mit einer von ihm speziell entwickelten App für die Kindernotfallbetreuung nehmen. Seit gut einem Jahr ist das Onlineangebot in Marburg, der Heimat von INOSOFT, erprobt. Dort gewährt es Zugang zu einer Kinderbetreuung von montags bis freitags von 17 bis 20 Uhr für Kinder im Alter von 18 Monaten bis zum Schuleintritt. Ein Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben also, die INOSOFT schon seit vielen Jahren strategisch verfolgt. Das Unternehmen ist seit 2002 nach dem audit berufundfamilie zertifiziert.

Für den Notfall gerüstet

Kindernotbetreuung online buchen: Mari-Marburg.de (©INOSOFT)

Das Online-System steht allen Marburgerinnen und Marburgern mit Kindern zur Verfügung – und hat auch deshalb den knappen Namen Mari erhalten. Wer Mari nutzen möchte, benötigt lediglich einen Internetzugang. Unter http://www.mari-marburg.de können sich Mütter und Väter für eine zukünftige Notfallhilfe registrieren. Der monatliche Grundbeitrag beträgt 20 EUR. Wird die Kinderbetreuung in Anspruch genommen, fallen dann nur noch 2,50 EUR pro Betreuungsstunde an.


Nach der bedienerfreundlichen Registrierung geht's los (©INOSOFT)
Wer einmal registriert ist, kann wochentags bis 16 Uhr seinen Bedarf anmelden. Anzugeben ist dann, wer das Kind letztendlich von der Notfallbetreuung abholen wird. Tatsächlich sollte das Angebot auch als Notfalllösung betrachtet werden. So kann jedes Mitglied das Angebot monatlich maximal an acht Tagen pro Kind buchen. Zuständig für die Betreuung ist die Familienbildungsstätte Marburg (FBS). Neben qualifizierten Betreuern stellt sie auch die Räumlichkeiten zur Verfügung. Bis zu fünf Kinder können gleichzeitig betreut werden.

Gemeinschaften oder Organisationen, die Interesse an der Einrichtung des Onlinebuchungsportals für ihre Umgebung haben, hilft INOSOFT mit einer individuellen Lösung weiter. Kontakt unter: http://www.inosoft.de.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Endlich Ferien!: Wie auch erwerbstätige Eltern Hurra schreien


Ferienzeit – wunderbar! Lange Schließzeiten von Kitas und anderen Betreuungseinrichtungen – nicht gut! Erwerbstätige Eltern brauchen bei der Kinderbetreuung insbesondere in den Schulferien Unterstützung vom Arbeitgeber. Dadurch, dass Beginn und Ende der Ferien frühzeitig bekannt sind, lassen sich Maßnahmen zur Ferienbetreuung langfristig und ggf. mit der entsprechend beschränkten Laufzeit planen

Wir skizzieren hier, wie die betrieblich unterstützte Ferienbetreuung schrittweise angegangen und umgesetzt werden kann.

Ferienbetreuung, die mit den Bedarfen erwerbstätiger Eltern Schritt hält (©berufundfamilie, Marcel Coker)

Was bringt betrieblich unterstützte Ferienbetreuung? 

Wissen Eltern ihre Kinder gut versorgt, dann können sich Beschäftigte besser auf ihre Arbeit konzentrieren. Diese einfache Faustregel bringt den Nutzen der betrieblich unterstützen Ferienbetreuung auf den Punkt. Familien gewinnen zudem an qualitativer Zeit, wenn die Elternteile dank der Angebote des Arbeitgebers nicht abwechselnd Urlaub nehmen müssen, um die Betreuung der Kinder sicherzustellen. Beschäftig­te können daraus mehr Zufriedenheit und Motivation gewinnen. Diese Effekte überwiegen in der Regel die Investitionen in die betrieblichen Maßnahmen zur Ferienbetreuung, die – wie zahlreiche Beispiele aus der Praxis aufzeigen – zudem nicht teuer oder aufwendig sein müssen.

Was sollte bei der Planung der Ferienbetreuung bedacht werden? 

Ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Ferienbetreuung setzt sich aus verlässlichen Angeboten und aus Lösungen zusammen, mit denen flexibel und kurzfristig auf im Alltag eintretende Situationen kurzfristig reagiert werden kann.

Um zu entscheiden, welche Formen der Maßnahmen benötigt werden, ist zunächst eine Bedarfsanalyse zu empfehlen. Hier sind Fragen zu klären wie etwa: Sind Anzahl und Alter der teilnehmenden Kinder bekannt? Für welche Tageszeiten wird eine Betreuung benötigt? Sind flexible Buchungszeiten notwendig? Welche Räumlichkeiten können intern genutzt werden? Wie viele Betreuer werden benötigt? Muss für Verpflegung gesorgt werden?

Entscheidet sich ein Betrieb für fortlaufende Angebote zur Ferienbetreuung, kann er sich an folgenden Beispielen aus dem Kreis der Arbeitgeber orientieren, die das audit berufundfamilie erfolgreich durchlaufen und darin Maßnahmen in den unterschiedlichen betrieblichen Handlungsfeldern passgenau aufgestellt haben:

Die Umfunktionierung eines ehemaligen Hausmeister­hauses auf dem Firmengelände zum Haus der Ferienbetreuung und die Einrichtung eines Spielplatzes. Die Betreuung der Kinder kann durch ausgebildete Erzieher/ innen erfolgen, die auf die Arbeitszeiten der Beschäftigten abgestimmt zur Verfügung stehen.

Wer keine Möglichkeiten zur Betreuung im eigenen Betrieb hat, kann sich zum Beispiel einem kommunalen Anbieter anschließen, etwa einem von der Stadt angebotenen Kinderferienprogramm. Die Kostenbeiträge können in Teilen von dem Arbeitgeber und den Eltern getragen werden.

Auch für die nicht mehr ganz kleinen Kinder sind Ferienkurse eine gute Betreuungsmöglichkeit, mit denen zudem in die Bildung des Nachwuchses investiert wird. Hier empfiehlt sich die Kooperation mit einem externen Anbieter. Dabei kann es zum Beispiel um die Erkundung der heimischen Natur, Experimente in der Physik, sportliche Aktivitäten, oder auch um Bastelarbeiten gehen.

Warum sollten sich Arbeitgeber für den Notfall wappnen?

Eine Ferienbetreuung in der eigenen Firma oder in Kooperation mit anderen Arbeitgebern auf einem externen Gelände ist auch für Notfallsituationen geeignet. Diese entstehen, wenn beispielsweise die eigentlich vorgesehene Betreuung ausfällt.

„Notfallszenarien“ ergeben sich aber auch in folgenden Fällen:
  • wenn das Kind erkrankt ist
  • wenn kurzfristig beruflich mehr Arbeitsstunden aufgebracht werden müssen, um das Projekt voranzubringen
  • wenn, wie oben genannt, der Betreuer erkrankt oder das Kita-Personal streikt
  • wenn der Partner, der in der Kinderbetreuung in der Regel unterstützt, für ein paar Wochen krankheitsbedingt ausfällt oder beruflich verreist ist
Hausinterne Lösungen können Eltern-Kind-Arbeitszimmer bieten, die nicht nur in Ferienzeiten zur Verfügung stehen. Hilfreich sind aber auch bereits Informationsmaterialien wie Listen von Babysittern und anderen kurzfristig anzusprechenden Betreuern aus der Umgebung.

Das Spektrum der Maßnahmen zur betrieblichen Unterstützung der Ferienbetreuung ist groß. A&O ist die Planung!