Posts mit dem Label Personalpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Personalpolitik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 3. November 2016

Weltmännertag: Was Männern gut tut – Verdienst, Vaterschaft, Vereinbarkeit


Weltmännertag: Männer auf dem Weg in die Zukunft – Karriere und familiäre Aufgaben vereinen
(©Death to Stock)
Da kann „Mann“ schon mal durcheinander kommen: Heute (03.11.2016) ist Weltmännertag, in gut zwei Wochen – am 19.11.2016 – wird der Internationale Männertag gefeiert. Während der Weltmännertag seit dem Jahr 2000 als Aktionstag zur Männergesundheit begangen wird, will der ein Jahr zuvor zunächst in Trinidad und Tobago eingeführte Internationale Männertag auf die Benachteiligungen von Jungen und Männern in den Bereichen Bildung, Familienrecht und Medien sowie zudem Gesundheit aufmerksam machen.

Der Mann im Fokus also. Ein kleiner Ausflug in die Welt der Zahlen zeigt uns, wer der Mann in Deutschland ist – und vor allem: wie viele.

Der Mann in Deutschland in Zahlen

Laut statistischem Bundesland lebten im Jahr 2015 in Deutschland 40,51 Mio. Männer (und 41,66 Mio. Frauen).[1]

8,4 Mio. Männer waren den Erhebungen 2014 zufolge zwischen 18 und 35 Jahre alt. Dem standen 8 Mio. Frauen in der gleichen Altersgruppe gegenüber. Der Männerüberhang von 5 % ist in dieser Altersgruppe aufgrund der Zuwanderung zum Ende dieses Jahres vermutlich auf etwa 21 % (9,8 Mio. Männer und 8,1 Mio. Frauen) angewachsen.[2]

Männer, die im Jahr 1960 geboren wurden, hatten eine durchschnittliche Lebenserwartung von 66,9 Jahren. Wer in 2015 als Junge geboren wurde, kann mit einer Lebenserwartung von 78,4 Jahren rechnen.[3]

Ein Blick in die Arbeitswelt

Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im Jahr 2014 20 % der berufstätigen Männer in Teilzeit beschäftigt.[4]

Männer verdienen durchschnittlich 21 % mehr als Frauen.[5]

… und auf die Vereinbarkeit

A.T. Kearney hat Väter nach den wichtigsten Faktoren für ihr Wohlbefinden befragt. 92 % finden für ihr Wohlbefinden maßgeblich, Beruf und Familie vereinbaren zu können. Jeder fünfte Vater empfindet die Vereinbarkeit für sich allerdings nicht zufriedenstellend. 18 % der Väter zeigen sich insgesamt mit der beruflichen Situation unzufrieden. Ein nicht geringer Teil von 22 % ist der Meinung, dass familiäre Aufgaben die Karriere im eigenen Unternehmen ausbremsen. Sie befürchten, bei Nutzung betrieblicher familienbewusster Maßnahmen einen Karriereknick hinnehmen zu müssen.[6]


[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161868/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-nach-geschlecht-seit-1995/
[2] Vgl. http://www.wissensmanufaktur.net/importierter-frauenmangel
[3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/273406/umfrage/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt--in-deutschland-nach-geschlecht/
[4] http://www.wiwo.de/erfolg/beruf/teilzeitjobs-top-branchen-fuer-teilzeit-maenner/11693362.html
[5] https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/03/PD16_097_621.html
[6] Vgl. http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/beruf-und-familie-vaeter-sind-frustrierter-als-muetter-14469624.html

Dienstag, 1. November 2016

Feiertag und so manch einer arbeitet trotzdem


Feiertage sind was Feines – zumindest für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Ausschlafen, etwas mit der Familie und/ oder Freunden unternehmen oder in ein benachbartes Bundesland zum Shoppen fahren. Aha, benachbartes Bundesland… Ja, nicht alle Bundesbürgerinnen und -bürger kommen in den Genuss jeden Feiertags. Allerheiligen ist so einer dieser Feiertage, an dem zum Beispiel wir hier in Hessen wie gewohnt unserem Arbeitsalltag nachgehen. Vielleicht begegnen wir in der Mittagspause einigen Rheinland-Pfälzern, die zum Einkauf in die Stadt gekommen sind. Es sei ihnen gegönnt, ebenso wie allen in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland Erwerbstätigen.

Ausnahmen – damit’s funktioniert 

Arbeiten am Feiertag? Viele dürfen die nicht, einige müssen.
(©Death to Stock)
Betrachten wir mal die andere Seite: Was ist eigentlich, wenn jemand an einem Feiertag arbeiten möchte, etwa um sich mit Kunden oder Partnern in einem „arbeitenden“ Bundesland zu treffen oder um sonst wie in einem Projekt voranzukommen?

Die eindeutige gesetzliche Regelung in den §§ 9 bis 13 Arbeitszeitgesetz bremst den Ansporn schnell aus. Diese besagt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 24 Uhr nicht beschäftigt werden dürfen. Eine Ausnahme bilden bestimmte Berufsgruppen und Beschäftigungsfelder wie etwa die Feuerwehr, die Polizei, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und der Not- und Rettungsdienst. Gearbeitet wird auch bei Verkehrs- sowie Energie- und Wasserversorgungsbetrieben. Und damit man am Feiertag auch einen Kaffee trinken gehen kann, steht das Personal in der Gastronomie parat. Die Liste der Ausnahmen ist noch um einiges länger und sie zeigt: Wenn die Dinge funktionieren sollen, kommt so manch einer auch an Feiertagen nicht um die Arbeit herum.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Feiern, aber nicht ausruhen: 10-jähriges Jubiläum des Lokalen Bündnisses für Familie in Rheinfelden (Baden)


Den Nachwuchs immer im Visier – auch auf der Jubiläumsfeier:
Das Bündnis für Familie in Rheinfelden (©Stadt_Rheinfelden_agentur_01)
„Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen“ – So einfach lautete die Zielsetzung des Lokalen Bündnisses für Familie in Rheinfelden (Baden) bei seiner Gründung vor zehn Jahren. Während der Jubiläumsfeierlichkeiten, die am vergangenen Sonntag (5. Juni 2016) im Jugendhaus und mit einem anschließenden Familienfest auf dem Tutti-Kiesi-Gelände stattfanden, wurde Bilanz gezogen. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, die geladenen Unternehmensvertreter und unser Geschäftsführer Oliver Schmitz scheuten sich auch nicht davor, neue Aufgaben in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu benennen.

Vielfalt der Akteure und Vielfalt der Aktionen

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt stellte die Besonderheit des Rheinfelder Bündnisses heraus: Das Aktionsbündnis besticht nicht nur durch seine Vielzahl an Unternehmen – derzeit sind es 14 Akteure –, sondern auch durch deren Unterschiedlichkeit:
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt über die Besonderheiten
des Bündnisses für Familie in Rheinfelden
(©Stadt_Rheinfelden_agentur_01)
  • Aluminium Rheinfelden GmbH
  • Cabot GmbH, Werk Rheinfelden
  • Evonik Industries AG
  • EnergieDienst Holding AG
  • Familienzentrum Rheinfelden
  • Kreiskliniken Rheinfelden GmbH
  • mhplus Krankenkasse
  • Osypka AG
  • Schöler Fördertechnik AG
  • Sparkasse Lörrach-Rheinfelden
  • St. Josefshaus Herten
  • Stadtverwaltung Rheinfelden (Baden)
  • Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH 
  • Umicore AG & Co. KG
Familien feiern das 10-jährige Jubiläum
des Bündnisses für Familie in Rheinfelden
(©Stadt_Rheinfelden_agentur_01)
Und noch etwas ist besonders: Die sozialen Träger sind eingebunden, unterstützen damit aktiv die Arbeit des Bündnisses und helfen, Projekte zu realisieren.

Zu den vielfältigen laufenden Angeboten bzw. Projekten zählt neben einer Betreuungsbroschüre, der Optimierung der Ferienbetreuung und dem Ausbau der Betreuungsnetzwerke für Kinder unter drei Jahren auch ein Wiedereinstiegsseminar für Eltern in der Elternzeit. Ein großes Spektrum an
familienbewussten Maßnahmen, für das Unternehmensvertreter in der Talkrunde weitere Beispiele gaben: Ein Arbeitgeber bietet seinen Beschäftigten etwa die Möglichkeit, unter 20 Arbeitszeitmodellen zu wählen.
Der Unternehmenstalk: Kurzweiliger
Einblick in die Praxis der Vereinbarkeit
von Beruf, Familie und Privatleben
(©Stadt_Rheinfelden_agentur_01)

Es gibt viel zu tun, das Bündnis packt’s an

Womit sich das Bündnis zukünftig stärker beschäftigen wird? – Mit der Alterung der Belegschaften und die Integration von Flüchtlingen, die Oberbürgermeister Eberhardt als Herausforderungen und zugleich Chance charakterisierte.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service
GmbH: Lebensentwürfe zu beachten ist eine der Aufgaben
einer zukunftsorientierten familienbewussten Personalpolitik
(©Stadt_Rheinfelden_agentur_01)





Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, bestärkte das Bündnis darin, sich diesen Aspekten aktiv anzunehmen, um dem Fachkräftemangel besser begegnen zu können. Im Zusammenhang mit dem Stichwort „Alter“ lautete u. a. der Rat: Die verschiedenen Lebensphasen der Beschäftigten müssen mit Blick auf die Vereinbarkeit stärker berücksichtigt werden. Dabei dürfen aber auch die individuellen Lebensentwürfe nicht vergessen werden. Oliver Schmitz erläuterte: „Der Trend der Individualisierung macht auch vor den Arbeitsplätzen nicht Halt.“ Möchte ein älterer Mitarbeiter z. B. weniger arbeiten, aber dafür dem Unternehmen auch nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter zur Verfügung stehen? Was wünscht sich ein junger Vater? Braucht er betriebliche Unterstützung, die es ihm ermöglicht, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen? Welche Vorstellungen hat eine Mitarbeiterin, die ihre Mutter pflegt? Zieht sie es vor, die Pflegeaufgaben selber zu großen Teilen zu erfüllen oder möchte sie diese stärker delegieren können?

https://www.rheinfelden.de/de/Leben-in-Rheinfelden/Soziales/Familienfreundliches-Rheinfelden/Lokales-B%C3%BCndnis-f%C3%BCr-Familie