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Donnerstag, 5. Januar 2017

Mit Vorsatz: Mehr Zeit für Familie und Freunde in 2017


Neues Jahr, neues Glück und der ewige Versuch, selbst ernannten Vorsätzen nachzukommen. Immerhin 37 % der Deutschen haben laut einer Umfrage von YouGov und Statista Vorsätze für das Jahr 2017.[1] Für 60 % kann alles beim Alten bleiben und 3 % sind noch unsicher, was gute Vorsätze angeht. 1.099 Deutsche ab 18 Jahren gaben zu ihren Vorsätzen zwischen dem 16. und 20. Dezember 2016 Auskunft.

Hier die Top 8 der Vorsätze für 2017

Auf Platz 1 der Klassiker: 50 % der Deutschen planen, in 2017 mehr Sport zu treiben. Die kalorienreiche Adventszeit spielt hier sicherlich immer wieder eine motivierende Rolle.

Und damit wären wir auch schon auf Platz 2 der Rangliste: 46 % der Befragten möchten in 2017 an Körpergewicht verlieren.

Vielleicht hilft dabei der Vorsatz, der es auf Platz 3 geschafft hat: 41 % der Deutschen haben sich eine gesündere Ernährung zum Ziel gesetzt.

27 % der Befragten haben mit Platz 4 die Finanzen im Blick: Sie nehmen sich vor, im Jahr 2017 weniger Geld auszugeben bzw. sparsamer zu sein.

Zeit für Privates


Ein guter Vorsatz: Mehr Zeit mit der Familie verbringen (©berufundfamilie gGmbH)
Für mehr als ein Fünftel der Deutschen – nämlich 22 % – steht mehr Zeit mit der Familie auf dem Programm. Dieser Vorsatz rangiert auf Platz 5, gefolgt von dem Vorhaben, mehr Zeit mit den Freunden zu verbringen. Freunde stehen auf Platz bei 18 % hoch im Kurs. 40 % der Befragten möchten demnach mehr Zeit in persönliche private Kontakte und Erlebnisse mit Family and Friends investieren. Eine gute Voraussetzung für das Gelingen: Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.

Die letzten Plätze richten sich gegen altbekannte Laster: Auf Platz 7 steht der Vorsatz, das Rauchen aufzugeben. 13 % haben sich dies vorgenommen. Gerade mal 11 % möchten weniger Alkohol konsumieren – Platz 8 der Neujahrsvorsätze 2017.


Die berufundfamilie Service GmbH wünscht ein gelingendes 2017 – ob nun mit oder ohne Vorsätze.


[1] https://de.statista.com/infografik/7335/neujahrsvorsaetze-der-deutschen-fuer-2017/

Dienstag, 29. November 2016

Den Hebel umlegen: Von jetzt auf gleich vom Beruflichen ins Private wechseln


Wir haben es bereits getan: Am 17. November haben wir Weihnachten gefeiert. Eine schöne Betriebsfeier war es, im festlichen Rahmen, mit hervorragendem Essen und anschließendem hochkarätigen Showprogramm. Details erspare ich Ihnen. Man will ja keinen Neid erwecken.

Betriebliche Weihnachtsfeier:
Spätestens beim Dessert das Berufliche hinter sich lassen
(©berufundfamilie Service GmbH)
Warum feiern Beschäftigte und Chef/in gemeinsam Weihnachten? „Socializing für ein gutes Betriebsklima“ ist wohl die erste Antwort. Ein gutes Betriebsklima vermissen wir eh nicht. Aber selbstverständlich ist es schön, sich mal in einem anderen Umfeld mit den Kolleginnen und Kollegen auszutauschen – und das vor allem über Privates. Bei uns ist es dann auch egal, wer da neben wem sitzt. Solche Befindlichkeiten kennen wir nicht. Dennoch fällt uns eins auch schwer, wie wir wieder gemerkt haben: Von jetzt auf gleich vom Beruflichen ins Private zu wechseln. Da schwebt dann das eine oder andere Projekt wie ein Damoklesschwert über den Konversationen. Mal eben noch auf dem kurzen Dienstweg den Austausch zu einer Aufgabe. Das ist doch praktisch. Ja, aber auch nicht Sinn der Aktion.

Arbeit und Privates im Hier und Jetzt


Doch genau diese Situation zeigt etwas Wesentliches: Den Hebel zwischen Beruf und Privatleben umzulegen, ist nicht so einfach. Das kennt im Grunde jeder, der einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Zugegeben: Die oder der Eine schafft es besser zwischen den beiden Aufgabenwelten zu wechseln als die oder der Andere. Aber im Hier und Jetzt zu sein, sich einer Sache vollends zu widmen, sich nicht ablenken zu lassen, das ist und bleibt eine Herausforderung. Und die Challenge ist durch die erweiterten technischen Kommunikationsmittel noch größer geworden: Während ich einen Text schreibe, poppen nicht nur ständig Mails auf oder das Telefon klingelt. Intranet- und Skype-Nachrichten fordern gleichzeitig meine Aufmerksamkeit. Und dann gibt’s da ja auch noch die Möglichkeit, mich über das Jobhandy per WhatsApp zu erreichen. Wenn dann noch private Belange hinzukommen, die die Konzentration stören….

Im Privatleben kann es umgekehrt laufen: Na, mal eben zwischen Suppe und Kartoffeln noch die Jobmails checken? Könnte ich dann am Wochenende vielleicht noch die Outline für das Konzept erstellen?

Es ist wie es ist: Berufliche Aufgaben sind da und wollen – meist zu einem bestimmten Termin – bewältigt werden. Da ist dann schon mal Flexibilität angezeigt und das ist auch gut so. Die Aufgabe wird erledigt, wenn es passt. Jede/r, die/ der in ihrem/ seinem Aufgabenfeld ausreichende Erfahrungen hat, kann dann auch bestimmen, ob sie/ er in besonderen Situationen und Phasen nicht über alle Kanäle ansprechbar ist bzw. auf Informationen oder Anfragen nicht umgehend reagiert. Das gilt besonders in dem Raum, den das Privatleben einnimmt. Aber es gilt eben, ein paar Fallen zu umgehen – schon aus Selbstschutz.

Work-Life-Blending? – Zeitfenster für Arbeit und für Privates


In diesem Zusammenhang fällt oft der Begriff Work-Life-Blending. Work-Life-Blending steht für eine stärkere Vermischung von Arbeits- und Privatleben.

Betrachten wir die Arbeitswelt, birgt Work-Life-Blending ein paar Risiken, etwa dass die Arbeitszeit sich letztendlich ausweitet. Dass das „Allzeit-bereit-sein“ zu größerem Stress führt. Eine fehlende Kontrolle kann sogar negative gesundheitliche Folgen haben. Arbeitgeber bzw. Führungskräfte sind allerdings gefordert, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Der Gesetzgeber erlegt den Arbeitgebern eine Fürsorgepflicht auf, die sich ganz konkret im Arbeitsschutzgesetz spiegelt. Demnach ist der Arbeitgeber verpflichtet, „Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten durch Maßnahmen zur menschengerechteren Gestaltung von Arbeit, Arbeitsbedingen und Arbeitsplatz zu sichern.“ Eine nicht immer einfache, sondern oft schwer kontrollierbare Aufgabe – z. B. wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel im Home-Office außerhalb der Kernarbeitszeiten agieren.

Jede/r muss selbst wissen, wie sie/ er mit dem Blending klar kommt. Ich denke: Work und Life brauchen jeweils ihre Zeit, will man richtig dabei sein. Ich bin eher der Typ, der Beruf- und Privatleben ausgewogen gestalten möchte. Aber wenn die betriebliche Weihnachtsfeier bereits unter Work-Life-Blending fällt, dann sei’s drum.

Silke Güttler,
Unternehmenskommunikation

Freitag, 9. September 2016

Familienfreundliche Arbeitswelt in Brandenburg voranbringen! – Fachtagung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie


Fachkräftemangel in Brandenburg durch familien-
und lebensphasenbewusste Personalpolitik begegnen
(©Land Brandenburg)
„Wenn Qualifikationen oder Arbeitskräfte fehlen und in absehbarer Zeit keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, wird im Jahr 2015 mit einem ungedeckten Fachkräftebedarf für voraussichtlich 273.000 Arbeitsplätze, im Jahr 2020 für 362.000 Arbeitsplätze und in 2030 voraussichtlich für bis zu 460.000 Arbeitsplätze zu rechnen sein. Neben den Stellen, die nicht besetzt werden könnten, weil keine qualifizierten Fachkräfte zur Verfügung stehen, kann in anderen Bereichen durchaus noch Arbeitslosigkeit herrschen, weil hier die Arbeitskräfte nicht die gesuchten Qualifikationen mitbringen.“ Diese düstere Vorschau formulierte die prognos AG bereits 2010 in ihrer „Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg“.[1]

 

Dramatische sinkende Erwerbsquoten und was nun?

Und tatsächlich: Personal ist schon jetzt ein rares Gut in Brandenburg. Der zunehmende Fachkräftemangel stellt auch in Berlins großräumigem Umland eine enorme Herausforderung für Arbeitgeber dar. Mehr noch: Die Wirtschaft eines ganzen Bundeslandes gerät ins Wanken. Denn: Die Aussichten sind trübe. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Erwerbspersonen in Brandenburg um 19,2 % zurückgehen. Im Bundesdurchschnitt werden es 6,6 % sein.[2]

Aber wie lassen sich Beschäftigte an Brandenburg binden oder gar ins Land locken? Dieser Frage widmete sich am 8. September 2016 die Fachtagung „Familienfreundliche Arbeitswelt in Brandenburg voranbringen!“, die in der Staatskanzlei in Potsdam stattfand. Geladen hatte das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg. Aufs Podium gefolgt waren ihm
  • Jens Warnken, airkom Druckluft GmbH, Wildau Dr. Ragnhild Münch, Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, Lübben
  • Gerlinde Grass, ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH, Potsdam
  • Andreas Schumann, Ombudsmann Beruf und Pflege, Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft Finsterwalde
  • Alexander Schirp, Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e. V. (UVB), Berlin
  • Christian Hoßbach, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Bezirk Berlin-Brandenburg, Berlin 
  • Oliver Schmitz, berufundfamilie Service GmbH
Als zentralen Punkt machten die Beteiligten aus: Die Ansprüche der Beschäftigten, das Verhältnis von Beruf und Familie neu zu bestimmen, wachsen. Flexible Arbeitszeiten, Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und mobiles Arbeiten bestimmen in wachsendem Ausmaß für Beschäftigte die Attraktivität von Unternehmen.

Familie und Privatleben haben für Arbeitgeber Priorität, wie Studien zeigen. So belegt eine europaweite Umfrage, dass sich die Deutschen bei der Wahl zwischen dem eigenen Zuhause, freier Zeit, Geld und Karriere für das Privatleben entscheiden.[3]

Gesamtes Privatleben vereinbar machen

Vereinbarkeit in Brandenburg fördern
(©berufundfamilie Service GmbH)
Vereinbarkeit muss daher nicht nur die Balance zwischen Arbeitswelt und familiären Aufgaben in den Blick nehmen, wie unser Geschäftsführer Oliver Schmitz, betonte. Eine zeitgemäße Personalpolitik erweitert den Familienbegriff und berücksichtigt das gesamte Privatleben sowie die individuellen Lebensentwürfe der Beschäftigten. Die Wünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hinsichtlich der Vereinbarkeit verändern sich im Laufe eines Lebens und somit Arbeitslebens. Sind in jungen Jahren Fragen der Kinderbetreuung wichtig, können später Aspekte wie Pflege oder alters- und alternsgerechte Arbeit dominieren. Eine gewinnbringende Personalpolitik, die die Arbeitgeberattraktivität stärkt, ist – auch in Brandenburg – eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.


[1] http://www.prognos.com/uploads/tx_atwpubdb/100200_Prognos_Studie_Fachkraeftestudie_Berlin-Brandenburg_kurz.pdf, Seite 9
[2] http://www.bagarbeit.de/data/Themen/2014-06-05-wbv-Arbeitsmarkt-2030.pdf, vgl. auch http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a756-arbeitsmarktprognose-2030.pdf?__blob=publicationFile (Rückgang der potenziellen Erwerbstätigen bis 2030 um 2,9 Mio.)
[3] https://daliaresearch.com/blog/ und https://de.statista.com/infografik/5400/prioritaeten-der-europaeer/