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Mittwoch, 21. Dezember 2016

Alles eine Zeitfrage!


Koordination von Beruf und Privatleben - alles eine Zeitfrage
(©berufundfamilie Service GmbH)


Weihnachtszeit
– Zeit der Besinnlichkeit, Zeit der Einkehr, Zeit für Familie und Freunde
Aber haben wir eigentlich Zeit? Oder nehmen wir sie uns einfach nicht? Oder machen wir etwas falsch?

Viele Menschen empfinden gerade zu Weihnachten Zeitmangel – ein Mangel, der sich in Stress ausdrückt. Im Extremfall kann dieser negative Folgen für die Gesundheit haben. Laut einer Studie der DAK aus dem Jahr 2013 verzeichneten Krankenhäuser zwischen 2009 und 2012 an den einzelnen Weihnachtstagen jeweils 40 Einweisungen wegen Herzinfarkt. Außerhalb der Weihnachtstage waren es sonst täglich durchschnittlich 30 Herzinfarktbedingte Einweisungen.[1]

Hausgemachter Zeitmangel


Tatsächlich fühlt sich so mancher angesichts der Vielzahl an Aufgaben unter Druck gesetzt: Geschenke müssen eingekauft, verpackt und gegebenenfalls verschickt werden. Die Wohnung muss weihnachtlich hergerichtet werden, wenn es geht, inklusive dekoriertem Tannenbaum. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass 50 % der Männer bis zu 2 Stunden und 37 % sogar über 4 Stunden an Weihnachten in die Innen- und Außendekoration investieren. 2 Stunden reichen nur 32 % der Frauen für die Deko aus. 28 % der Frauen verbringen mit der Verschönerung zwischen 2 und 4 Stunden und 41 % mehr als 4 Stunden.[2]

Zu klären ist auch noch, wann welche Verwandten und Freunde besucht werden bzw. bewirtet werden können. Und das führt dann unweigerlich zu der leidigen Frage nach dem allseits zufriedenstellendem Weihnachtsessen. So sieht sie halt aus, die private von To-Do-Liste von Perfektionisten. Das möchte man manchmal unken und erliegt doch selbst der Maschinerie, möglichst viel in wenig Zeit zu erledigen.

Beruflicher Jahresendspurt


Und dabei ist das nur die Seite des Privatlebens. Nicht zu unterschätzen ist der Aufgabenberg, der spannenderweise im Berufsleben immer wieder zum Jahresende anwächst. Da wollen nicht nur Projekte bis zum 31. Dezember abgeschlossen, sondern andere zum Beginn des kommenden Jahres angeschoben bzw. vorbereitet sein.

In der Parallelität der Aufgaben ist wohl der eigentliche Stressfaktor zu sehen. Das lässt sich kommentieren mit dem zum Gähnen animierenden Satz „Also, eins nach dem anderen.“ Oder ketzerischer: „Kann man alles planen. Schließlich ist ja lange genug bekannt, wann Weihnachten ist.“

Zeitnahme


Sind wir dann irgendwann – vielleicht sogar während der Feiertage – nicht völlig ausgelastet, belegen wir unsere Zeit mit Ersatzaufgaben.

Untersucht wurde, dass z. B. jeder Internetuser während der arbeitsfreien Weihnachtszeit durchschnittlich drei statt 2 Minuten auf Webseiten verbringt und zudem mehr Online-Videos ansieht. [3]

Dabei möchten wir an den Feiertagen weniger Medien konsumieren. 46 % der Deutschen wollen weniger Zeit vor dem Fernsehgerät verbringen.[4]

Die gewonnene Zeit lässt sich gut für gemeinsame Aktivitäten mit anderen nutzen. 89 % der Eltern würden schließlich gerne mehr Zeit mit ihren Kindern und 84 % mehr Zeit mit der/ dem Partner/in verbringen. Und 86 % der Befragten können sich übrigens gut vorstellen, mehr Zeit für Schlaf aufzubringen.[5]

Lassen Sie uns das Résumé ziehen: Alles hat seine Zeit, aber hoffentlich eine möglichst stressfreie.


[1] Vgl. https://www.dak.de/dak/bundes-themen/Herzinfarkt_am_Heiligabend-1337422.html 
[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2436/umfrage/zeitinvestition-fuer-das-dekorieren-an-weihnachten
[3] Vgl. http://www.ibusiness.de/aktuell/db/087696tk.html
[4] Vgl. http://www.horizont.net/medien/nachrichten/Studie-Jeder-Zweite-will-an-Weihnachten-weniger-fernsehen---angeblich-144431
[5] http://www.bmfsfj.de/mag/redaktion/2016-58/studie-digitalisierung-deutsche-haushalte,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

Freitag, 16. Dezember 2016

Von drauß‘ von der Arbeit komm ich her. Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!


Vielfältige Möglichkeiten, z. B. Weihnachtsmarkt
auf dem Betriebsgelände (©berufundfamilie Service GmbH)
Der Schokoweihnachtsmann, die Weihnachtsfeier und vielleicht auch noch das Weihnachtsgeld… Viele Arbeitgeber nehmen Weihnachten zum Anlass, mit kleinen oder größeren Goodies Ihren Beschäftigten gegenüber Ihre Wertschätzung auszudrücken.

Die Adventszeit und das Fest der Familie und Freunde eignen sich zudem bestens für Maßnahmen im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Wir haben uns bei Arbeitgebern, die nach dem audit berufundfamilie zertifiziert sind, umgehört und beispielhaft folgende „weihnachtliche“ Aktionen zusammengetragen.

Auch wenn einige Aktivitäten in den Vorjahren stattgefunden haben, beschreiben wir diese hier im Präsenz.

Geld oder Freizeit


Beschäftigte der ERGO Group AG (zertifiziert seit 2009) können ihr Weihnachtsgeld in Freizeit umwandeln und dieses in Tagen oder Stunden oder als Verlängerung der Urlaubszeit nutzen.

Zeit mit Kindern


Der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern, der seit 2012 zertifiziert ist, veranstaltet am Standort Oberursel seit über 30 Jahren jährlich eine Kinderweihnachtsfeier. Jedes Mitarbeiterkind erhält ein altersgemäßes Weihnachtsgeschenk. Darüber hinaus gibt es auf dem Betriebsgelände ein jährlich wechselndes Weihnachtsprogramm. Die Kinder können hier gemeinsam mit den Eltern den Nachmittag verbringen.

Bei der APRIL Deutschland AG (zertifiziert seit 2008) gibt es einen so genannten Skitag, an dem nicht nur die Beschäftigten, sondern auch deren Partnerinnen und Partner sowie Kinder teilnehmen können.

Der Gesundheit Nord gGmbH Klinikverbund Bremen, der seit 2012 das Zertifikat zum audit berufundfamilie trägt, versüßt dem Mitarbeiternachwuchs die Wartezeit auf das Christkind mit einem Weihnachtstheater.

Andere beschenken

Die in diesem Jahr erstmals zertifizierte Kao Germany GmbH, Guhl Ikebana GmbH und Kao Manufacturing Germany GmbH lässt mit ihrer Christbaumkugel-Aktion überwiegend sozial benachteiligten Kindern der Grundschule in Darmstadt-Eberstadt, Weihnachtsgeschenke zukommen.

Hierzu können die Kinder in den Klassen Christbaumkugeln aus Papier basteln und mit ihrem Wunsch, ihrem Namen und der Angabe zur Klasse versehen. Die Kugeln werden an einen Christbaum in der Kantine gehängt. Jede/r Mitarbeiter/in kann sich eine oder mehrere Kugeln abmachen, das Geschenk kaufen und es dem Charity-Team verpackt übergeben. Das Charity-Team übernimmt dann gemeinsam mit einem Weihnachtsmann kurz vor Weihnachten die Verteilung der Geschenke in der Schule.

Ähnlich angelegt ist die Wunschbaum-Initiative der Abteilung KundenserviceCenter der Kreissparkasse Augsburg (zertifiziert seit 2008). Der Baum wird mit Zetteln behängt, auf denen Wünsche von Kindern des Bunten Kreises – schwerkranke Kinder, die im Krankenhaus betreut werden – notiert sind. Die Beschäftigten wählen Zettel aus und besorgen die Geschenke.


Silke Güttler
Unternehmenskommunikation